Donnerstag , 18 Juli 2019

So können IP-Kameras im Büro sinnvoll eingesetzt werden

In großen Unternehmen kann es manchmal so undurchsichtig zugehen wie in großen Städten: Wo viele Menschen aufeinander treffen, die sich untereinander vielleicht gar nicht kennen, herrscht zuweilen eine Stimmung der Anonymität. Und diese Anonymität kann toxisch werden!

Wenn Hierarchien nicht streng geklärt sind, können sich böswillige Mitarbeiter in einem Klima des Nicht-Gesehen-Werdens unerlaubten Zugriff zu Informationen verschaffen, Diebstähle begehen oder schlimmstenfalls Daten weitergeben. Aus diesem Grund kann eine Büroüberwachung mit einer IP-Kamera sinnvoll sein. Sie sollte sich jedoch im rechtlich erlaubten Rahmen abspielen.

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Wann darf der Chef die Mitarbeiter überwachen?

Für die Videoüberwachung am Arbeitsplatz gibt es eine Faustregel: Verdeckte Überwachung ist so gut wie nie erlaubt, die sogenannte offene Videoüberwachung in vielen Fällen hingegen schon. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter jederzeit über Art und Umfang der Videoaufzeichnungen in Kenntnis gesetzt wurden und die Gefahr ausgeschlossen werden kann, dass unbeteiligte Dritte auf dem Video zu sehen sind.

© fotolia.com - rcfotostock

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Letzteres gilt natürlich nicht für offene Läden, die sich mit Videoüberwachung vor Einbrechern oder anderen Eindringlingen schützen wollen. In diesen Fällen muss der Unternehmer aber mindestens ein Schild an die Räumlichkeiten anbringen, das auf das Vorhandensein einer Videokamera hinweist. Verdeckte Videoüberwachung im öffentlichen Raum hingegen ist strengstens verboten. Mehr zum Thema „Mitarbeiterüberwachung“ findet man beispielsweise in diesem Artikel von Otto Office.

IP-Kameras haben den Vorteil, dass sie jederzeit ins Netz streamen können und über keine überaus großen externen Speichermedien verfügen müssen. Das macht sie zu effektiven Helfern, da die Geräte meist sehr klein, günstig und nur schwer zu sabotieren sind. Wegen ihren flexiblen Einsatzmöglichkeiten gehören IP-Kameras jetzt schon häufig zur Büroausstattung vieler großer Unternehmen – ob aus sicherheitstechnischen oder rein praktischen Gründe.

Wofür können IP-Kameras im Büro sonst genutzt werden?

Es ist eine wahre Legende aus der Geschichte des Internets: Die erste Webcam überhaupt entstand an der University of Cambridge. Sie war auf die Kaffeemaschine gerichtet und zeigte allen Mitarbeitern der Universität den Füllstand des Glasbehälters an. So konnten sie sich den unnötigen Weg zur Maschine sparen, wenn der Kaffee bereits alle war. Nach dem gleichen Prinzip werden auch heute immer wieder IP-Kameras in großen Unternehmen eingesetzt.

Dort, wo viel unausgesprochen koordiniert werden muss, geben sie wertvolle Einblicke. Moderne hochauflösende IP-Kameras erlauben es, dass ganze Lagerbestände aus der Ferne kontrolliert werden können. Ist noch genügend Material da? Wie viele Paletten liegen in Raum XY?

Mit einem Zugriff auf die der Kamera zugeordneten IP-Adresse können Mitarbeiter solche Informationen einfach visuell abfragen, ohne einen zusätzlichen Anruf oder einen womöglich unnötigen Weg in Kauf nehmen zu müssen. Damit wird klar: Die Einsatzmöglichkeiten von IP-Kameras für Unternehmer sind äußerst vielseitig und gehen weit über sicherheitstechnische Aspekte hinaus.