Montag , 27 Mai 2019

Welche Netzwerkgeschwindigkeit benötigt eine IP Kamera?

Für eine IP-Kamera ist die Geschwindigkeit der zur Verfügung stehenden Leitung das Wichtigste. Je höher die Bandbreite, desto besser die Qualität der Aufnahmen. Doch welche Geschwindigkeit ist nun ideal, damit alles flüssig und ohne Verzerrungen läuft?

Grundsätzliches zur Breitbandverbindung

Grundsätzlich sollte für den Betrieb von IP-Kameras immer eine separate Breitbandverbindung zur Verfügung stehen. Dies ist zwar kein Muss, erweist sich aber als Sinnvoll, gerade wenn die Daten von mehreren Kameras gleichzeitig erfasst werden sollen. Bei sehr schnellen Leitungen, wie zum Beispiel einer direkten Glasfaseranbindung, kann die Installation einer zusätzlichen Leitung allerdings entfallen. Hier sind genügend Ressourcen vorhanden.

Die optimale Geschwindigkeit

Grundsätzlich sollte eine Leitung über mindestens 16 Mbit/s verfügen. Schon bei 8 Mbit/s zeigen sich bei simultaner Nutzung anderer Anwendungen im Netz, Verzögerungen bei der Übertragung. Dies hängt stark von der eingestellten Bildqualität ab. Bei reinem MPEG erweist sich sogar eine 6 Mbit/s Leitung noch als brauchbar. Bei MPEG 4 können lediglich die höheren Bandbreiten ein akzeptables Ergebnis erzielen. Höhere Datenraten sind möglich. So kann bei geeigneter Leitung gar eine Übertragung in Full HD erfolgen. Allerdings sollte die Bandbreite der Leitung hier bei mindest 20 Mbit/s oder höher liegen.

Grundsätzlich hängt die optimale Geschwindigkeit also von der Framerate der Kamera ab. Je höher die Qualität der Bilder, umso höher muss die Bandbreite sein. Bei einer geringen Bandbreite bleibt nur die Installation einer zweiten Breitbandverbindung. Hier sei aber zu beachten, dass ein derartiger Schritt erst ab einer größeren Anzahl von Kameras erforderlich ist.