Montag , 27 Mai 2019

H.264 als Videocodec bei IP-Kameras

IP-Kameras mit H.264 können Videodateien so komprimieren, dass diese bei nur noch einem Drittel des Datenvolumens gespeichert und übertragen werden können. Bei der anschließenden Ausgabe auf einem stationären oder mobilen Endgerät ist die Wiedergabequalität dennoch gestochen scharf. Die Einsatzgebiete für H.264 als Videocodec sind ebenso vielfältig wie die Vorteile dieses H-Standards.

Erklärung der Funktion H.264

Videoinhalte bestehen aus einem sehr großen Datenvolumen. Dies kann beim Speichern und Übertragen problematisch werden, manchmal sogar zu einem Qualitäts- und Datenverlust führen. Mit dem Standard H.264 ist es möglich, Videos zu komprimieren. Dabei werden sowohl einzelne Bilddateien als auch der Videoton komprimiert. Für IP-Kameras bedeutet diese Funktion eine Menge mehr Aufnahmekapazität durch freibleibenden bzw. werdenden Speicherplatz.

Im Vergleich zu älteren Kompressionsfunktionen liefert H.264 reduzierte Datenraten in sehr guter TV- und HD-Qualität. Die Codiereffizienz ist gegenüber älteren Funktionen dieser Art um das Dreifache höher. Eine IP-Kamera, die mit H.264 ausgestattet ist, benötigt allerdings auch eine um das Doppelte bis Dreifache höhere Rechenkapazität, um die Komprimierungsqualität in der Ausgangsqualität beizubehalten.

Vorteile dieser Art der Videokomprimierung

  • IP-Kameras mit H.264 als Videocodec haben eine erheblich größere Speicherkapazität als andere Modelle
  • Die Übertragung komprimierter Videos ist auch zu Empfangsgeräten mit geringerem Speicherplatz unproblematisch
  • Die Ausgabequalität ist gestochen scharf und kann ohne Datenverlust in HD-Qualität erfolgen
  • Für mobile Endgeräte bedeutet die Ausgabemöglichkeit der komprimierten Übertragungen eine deutliche Speicherentlastung und Qualitätsverbesserung
  • Es gibt für H.264 nahezu unbegrenzte Wiedergabemöglichkeiten auf allen gängigen Ausgabegeräten, da das Komprimierungsverfahren mit vielen anderen Standards kompatibel ist

Einsatzgebiete für von IP-Kameras mit H.264 Videocodec

H.264 Videocodec wird von IP-Kameras zu Überwachungszwecken verwendet. Hier ist es wichtig, Überwachungsaufzeichnungen zu speichern und ältere Aufzeichnungen zu archivieren. Dies ist in komprimierter Form bei gleicher Qualität für deutlich größere Datenvolumen möglich. Bei Bedarf können die komprimierten Daten von der IP-Kamera zu einem stationären oder mobilen Ausgabegerät gesendet und dort lückenlos betrachtet werden.

Auch ein Weitersenden von hier zu weiteren Endgeräten ist unproblematisch, sofern das entsprechende Gerät über eine ausreichende Rechenkapazität verfügt. Musik und Filme, Zeitrafferaufnahmen oder langfristige Wetterbeobachtungen – alles, was die IP-Kamera aufzeichnet, lässt sich mit H.264 in komprimierter Form aufbewahren und wiedergeben.

Für den Einsatz zu astronomischen Langzeitbeobachtungen ist es beispielsweise enorm wichtig, dass trotz Komprimierung die ausgegebene Datei gestochen scharf jedes noch so kleine Detail enthält. Dies können IP-Kameras mit H.264 als Videocodec gewährleisten.

Fazit

Eine qualitativ hochwertige Innovation im Bereich der Speicherung, Übertragung und Ausgabe von Datenvolumina ist H.264 als Videocodec. Diese Funktion wird von IP-Kameras genutzt, um die Aufnahme- und Speicherkapazität um das bis zu Dreifache zu erweitern. Vorteilhaft ist dabei, dass H.264 mit den meisten anderen H-Standards und Containerverfahren kompatibel ist. Die komprimierten Dateien haben bei der Ausgabe trotzdem eine Wiedergabequalität auf TV- und HD-Niveau.