Donnerstag , 18 Juli 2019

DynDNS bei IP-Kameras – Eine automatisierte Updatelösung

Als DynDNS wird die automatische Änderung eines Domaineintrags bezeichnet. Diese ist nach jedem Wechsel einer IP-Adresse für die weitere Erreichbarkeit nötig. IP-Kameras bleiben mit Hilfe von DynDNS nach dem täglichen Wechsel der IP-Adresse weiter online erreichbar, etwa für den 24/7 Livestream einer Wettercam.

Gewerblich unterstützt DynDNS die lückenlose Objektüberwachung bei gleichzeitigem Schutz vor dem Bekanntwerden der eigentlichen IP-Adresse. Ein entscheidender Vorteil des Dienstes ist, dass die IP-Kamera von jedem beliebigen Standort durch den Nutzer abgerufen werden kann. Denn er hat wie jeder andere Adressbesucher stets Zugriff auf die aktuelle IP-Adresse.

Beschreibung der Funktion DynDNS

DynDNS wird als Aktualisierungsdienst für IP-Kameras angeboten. Der Nutzer legt einen DynDNS-Account an und bekommt eine Subdomain zugewiesen. Über diese aktualisiert der Anbieter automatisch den Domaineintrag. Dies geschieht täglich nach dem Wechsel der IP-Adresse. Wettercams, Überwachungskameras und andere Netzwerk-Kameras sind überwiegende Einsatzgebiete dieser Technik. Im gewerblichen Einsatz ist allerdings zu empfehlen, dass ein Administrator zusätzlich darüber wacht, dass keine Unbefugten Zugriff auf den Port nimmt.

Einsatzzwecke von DynDNS bei IP-Kameras

Überwiegend ist eine 24/7-Onlineschaltung einer IP-Kamera im gewerblichen Bereich zum Zweck der lückenlosen Objektüberwachung nötig. Kritische Bereiche können so vom Nutzer jederzeit kontrolliert werden, auch wenn dieser sich weit vom Beobachtungsort entfernt befindet. Seit die Rundumüberwachung auch verstärkt privat verwendet wird, greifen auch Privatpersonen auf den DynDNS-Dienst zurück.

Mit dessen Hilfe kann beispielsweise das Baby- und Kinderzimmer pausenlos überwacht werden. Wetterbeobachtungen werden von Besitzern einer Netzwerkkamera an vielen Beobachtungspunkten online für andere Besucher zur Verfügung gestellt. Auch hier sichert DynDNS ab, dass die IP-Adresse nach jeder Adressänderung auf aktualisiertem Status erreichbar bleibt.

Hobbyastronomen stellen mit Hilfe ihrer IP-Kamera Himmelsbeobachtungen online, beispielsweise während einer besonderen Nacht der Meteoritenschwärme oder während einer sehenswerten Mondfinsternis. Auch für sichere Internettelefonie ist es wichtig, dass der Name eines Anschlusses bekannt bleibt, aber nicht zu einer dauerhaft gleichbleibenden IP-Adresse gehört.

Vorteile von DynDNS

Bei der Einwahl in das DSL-Netz erhält der Nutzer eine dynamische IP-Adresse. Per DynDNS wird dieser aber ein statischer Name zugewiesen, was diesen bei allen sonstigen Vorteilen dauerhaft erreichbar hält. Eigene Internetdienste können bereitgestellt werden ohne die Gefahr, zugespammt zu werden (ein Nachteil statischer IP-Adressen). DynDNS kann übrigens auch über entsprechende Apps auf Mobilgeräten aktiviert werden.

Ein wesentlicher Vorteil der dynamischen Adressänderung ist außerdem, dass durch die flexible Erreichbarkeit Netzwerk-Ressourcen deutlich besser genutzt werden können.