Dienstag , 22 August 2017

IP Kamera Test – Die Testsieger im Vergleich

IP-Kameras sind heutzutage stark verbreitet und finden auch in privaten Haushalten immer öfter Anwendung. Sie wird häufig auch als IP-Überwachungskamera oder vereinzelt WLAN-Kamera genannt, da sie die aufgenommenen Bilder über einen Videostream an IP-Netze weitergibt.

Von diesen IP-Netzen aus können die Videos und Fotos mit Endgeräten wie einem PC oder Smartphone abgerufen werden. Somit hat man von überall aus auf die Bilder sowie auf die Steuerung des Geräts Zugang, so dass dieser Zugang dementsprechend geschützt sein sollte. Das macht die sogenannten Netzwerkkameras zu digitalen Überwachungskameras – im Englischen Closed Circuit Television (CCTV) genannt.

Aktuelle Modelle aus dem IP Kamera Test für das Jahr 2017:
 upCam
Cyclone HD S+
upCam
Tornado HD
Instar
IN-6014HD
Instar
IN-5907HD
Infrarot Nachtsichtja, IR-LEDja, IR-LEDja, IR-LEDja, IR-LED
max. Auflösung1920x10801920x10801280x7201280×720
Geräuscherkennungjajajaja
Bildwiederholungsrate30fps30fps25fps25fps
WLAN
AnwendungsgebietInnenbereichAußenbereichInnenbereichAußenbereich
TesturteilSehr Gut (1,3)Sehr Gut (1,3)Sehr Gut (1,4)Gut (1,6)
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Der Testsieger im Innenbereich: upCam Cyclone HD S+
Die upCam Cyclone HD S+ liefert super Videomaterial und besticht durch exzellente Benutzerfreundlichkeit. Die verschiedenen Funktionen und der ausgezeichnete Support sorgen für ein rundum gutes Ergebnis. Unser Testsieger im Indoor Bereich! weiterlesen…

Der Testsieger im Außenbereich: upCam Tornado HD PRO
Die Tornado HD PRO aus dem Hause upCam überzeugt durch eine hervorragende Aufnahmequalität und einsteigerfreundlich Bedienung. Des Weiteren bietet das Modell flexibel anpassbare Funktionen. Unser Testsieger im Bereich Outdoor!  weiterlesen…

Ebenso empfehlenswert: Instar IN-6014HD
Die IN-6014HD aus dem Hause Instar bietet eine exzellente Aufnahmequalität und reiht sich direkt hinter unseren Testsiegern ein. Der Funktionsumfang ist sehr gut und die Installation auch für Laien machbar.  weiterlesen…

Mit ihren Vorteilen haben IP-Kameras sich inzwischen in der Öffentlichkeit gegen analoge Überwachungskameras durchgesetzt. Aus ähnlichen Gründen greifen aber auch Privatpersonen immer öfter auf eine WLAN-Kamera zurück.

Die Vorteile einer IP Kamera im Test

Immer noch eignet sich die klassische Webkamera gut für die einfache Kommunikation zwischen Internet-Nutzern. Wer aber höhere Ansprüche hat, kann mit einer sogenannten WLAN-Kamera weitere Funktionen nutzen. IP-Kamera Modelle müssen nicht an einen Computer angeschlossen werden, sondern sie verschicken ihre Bilder eigenständig über ein Netzwerkgerät. Diese Bilder sind mit einmalig dafür eingerichteten Endgeräten überall abrufbar.

Dadurch kann eine Bild- oder Videoübertragung auch zeitgleich von mehreren Nutzern geöffnet werden. Ebenso ist es über jene Endgeräte möglich, aus der Ferne Einstellungen vorzunehmen, etwa die Software zu aktualisieren oder die Position des Geräts zu ändern. Hier muss mit bis zu einigen Sekunden Wartezeit gerechnet werden, ehe ein Befehl umgesetzt wird.

Aufgrund der immer weiter optimierten Netzwerkverbindungen und auch Komprimierungen liefern IP-Kameras heute gute Bilder bei angemessener Übertragungszeit.

So wird die IP-Überwachungskamera installiert

Der erste Schritt für die Installation einer IP-Kamera ist, sie anzuschließen. In der Regel beginnt die schwenkbare Kamera bereits mit der Stromzufuhr damit, sich zu drehen und somit auszurichten. Was dann noch fehlt, ist die Verbindung zu einem IP-Netz über ein sich in der Nähe befindendes Netzwerkgerät. Üblicherweise ist das dafür erforderliche Ethernet-Kabel im Lieferumfang enthalten. Damit lässt sich der Ethernet-Port des Geräts mit der Ethernet-Buchse eines Netzwerkgerätes verbinden.

Ein Netzwerkgerät kann eine Computer-Netzwerkkarte, ein Modem, ein Switch oder ein Router, eine Kombination aus beidem, ein Hub oder Ähnliches sein. Nach dem Anschließen folgt das Einrichten. WLAN-Kameras lassen sich auf Endgeräten wahlweise per Webbrowser oder per Software einrichten und einstellen. So bleibt jedem selbst überlassen, ob er die Netzwerkkamera schnell in seinem Standardbrowser bedient oder sich zunächst eine Anwendung dafür installiert, die speziell darauf zugeschnitten ist.

ip kameras im test

Für das Anlegen von Benutzern empfiehlt es sich, zunächst im Browser die IP-Adresse der IP-Kamera einzugeben. Die zunächst eingestellte IP des Geräts befindet sich meistens auf einem Aufkleber auf der Kamera oder in den mitgelieferten Anweisungen. Anhand der IP-Adresse als URL gelangt man im Webbrowser zu einer überschaubaren Administrationsoberfläche, die gerade deswegen für das Einrichten am Anfang sinnvoll ist.

Hier kann ein Benutzerkonto angelegt werden, mit dem man später an Geräten wie einem PC auf das Gerät zugreift. Auch kann man hier festlegen, ob die IP-Adresse die voreingestellte bleibt oder sich ändert. Zum Beispiel kann eine Internetprotokoll-Adresse – als eine sich ab und an ändernde Nummernfolge – in eine sprechende Wunschadresse umgewandelt werden, die gleich bleibt und besser gemerkt werden kann.

Mit Endgeräten auf die Überwachungskamera zugreifen

Diverse kostenlose Programme stehen für die weitere, bequemere Nutzung zur Verfügung. Weit verbreitet ist „IP Cam Viewer“. Es wird mit vielen Modellen direkt mitgeliefert und unterstützt über 1.500 verschiedene Varianten sowie alle traditionellen USB-Webkameras. Diese Freeware gibt es sowohl für PC-Betriebssysteme als auch für Android- und Apple-Geräte, so dass man auf dem Computer, dem Smartphone und dem Tablet dasselbe Programm installieren und benutzen kann, um auf das Gerät zuzugreifen. Die beiden wichtigsten Menüpunkte sind wohl die Anwendungseinstellungen („App Settings“) und die Kameraeinstellungen („Manage Cameras“).

ip kamera endgeraeteBei den Anwendungseinstellungen können grundsätzliche Dinge festgelegt werden – etwa wie viele IP-Überwachungskamera Modelle pro Reihe maximal angezeigt werden sollen, ob man einen schwarzen Hintergrund haben möchte und wie oft er das Bild aktualisieren soll. Dahingegen werden bei den Kameraeinstellungen alle Kameras verbunden und verwaltet, die man besitzt beziehungsweise oder zu denen man einen Zugang hat. Fügt man über „Add Camera“ eine neue Kameraverbindung hinzu, sind für die IP-Kamera ein paar erforderliche Eckdaten einzugeben. Diese bestehen aus einem Wunschtitel für die Verwaltung (zum Beispiel „Kamera Garten links“), dem genauen Modell, das per Dropdown-Menü konkret ausgewählt werden kann, der IP samt Port sowie dem zuvor angelegten Benutzernamen und Passwort.

Optional können viele weitere Einstellungen für dieses eine Gerät vorgenommen werden, etwa dass die Bilder direkt gespiegelt angezeigt werden sollen oder dass der Ton automatisch angestellt ist, sobald man auf sie zugreift. All diese Einstellungen können natürlich zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt oder geändert werden.

Sind zumindest die Pflichtangaben gespeichert und die Kameraverbindung damit angelegt, erscheint über „Back“ auf der Startseite des Programms ein sich aktualisierendes Vorschaubild für jedes eingerichtete und aktivierte Gerät. Klickt man nun auf ein Vorschaubild, gelangt man zu einer größeren Bildanzeige und zu Einstellungsmöglichkeiten wie Ton, Position und vielem mehr. Hier empfiehlt es sich, bei den ersten Versuchen ein bisschen herumzuspielen und dabei das Verhalten des Bildes und der IP-Kamera zu beobachten.

Dann lernt man zum Beispiel, dass ein hängendes Vorschaubild oft schon damit behoben werden kann, dass man das Programm einmal verlässt und neu aufruft. Bei der recht einfachen Handhabung und intuitiven Menüführung hat man sich recht schnell in den „IP Cam Viewer“ oder entsprechende andere Programme eingearbeitet.

Die IP Kamera als Alarmanlage für zu Hause

Weitere Einstellungsmöglichkeiten machen IP-Kameras zu einer guten Alarmanlage für zu Hause. Beispielsweise kann eingestellt werden, dass eine WLAN-Kamera nur dann Bilder überträgt, wenn sie Bewegung registriert. In einem solchen Fall kann sie eine E-Mail oder eine SMS verschicken, direkt mit einem Bild des sich bewegenden Objekts im Anhang. So kann man auch angeben, ob Einzelbilder oder Videos übertragen werden und ob die Überwachungskamera in festen Ruhezeiten auch bei Bewegung nicht aktiviert werden soll, um Persönlichkeitsrechte nicht zu verletzen.

So kann man im Urlaub oder vom Büro aus nach dem Rechten sehen, Haustiere beobachten, unerwünschte Nagetiere aufspüren oder im schlimmsten Fall eines Einbruches benachrichtigt werden und Beweis- oder Fahndungsmaterial archivieren. Weil eine WLAN-Kamera ans Netzwerk angeschlossen ist und über das Internet externe Zugriffe ermöglicht, sind gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Programme, in denen die Verbindung zur Überwachungskamera eingerichtet ist, können mit einem extra Passwort geschützt werden.

Benutzerkonten müssen nicht alle dem Typ Administrator zugeordnet werden, sondern können weniger Rechte zugeteilt bekommen. Die Bilderübertragung sollte SSL-verschlüsselt erfolgen. Wird das Gerät gerade nicht gebraucht, ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und die Stromversorgung zu unterbrechen.

FAQ zur IP-Kamera

Was kann meine IP-Kamera, was darf sie oder wie teuer wird meine gewünschte Anschaffung? Interessenten einer WLAN-Kamera stellen die folgenden Fragen besonders häufig:

1. Wie sicher ist die IP-Kamera in meinem Überwachungsnetzwerk?

Netzwerkkameras arbeiten mit einer SSL Verschlüsselung. Für die Arbeit des Überwachungsgerätes braucht kein PC angeschlossen zu werden. Vielmehr ist die Übertragung autark über ein eingerichtetes Endgerät möglich. Hierbei kann schon bei der Auswahl der Einrichtungsparameter bestimmt werden, welche Personengruppe uneingeschränkten Zugang zu den Bildern haben soll. Durch unterschiedliche Zuweisung von Zugriffsrechten lässt sich die Sicherheit der IP-Kamera im Überwachungsnetzwerk zusätzlich verbessern.

2. Was darf eine WLAN-Kamera im Außenbereich aufnehmen und worauf muss ich bei der Ausrichtung achten?

Gesetzlich ist bestimmt, dass Nachbargrundstücke und Nachbarzugänge nicht überwacht werden dürfen. Bei der Ausrichtung muss also gewährleistet sein, dass Bilder vom Hofbereich benachbarter Anwohner auch nicht zufällig entstehen. Um diese rechtliche Einschränkung einzuhalten, kann bei der Anschaffung zwischen einer schwenkbaren (und somit rechtlich umstrittenen) oder starren Installation gewählt werden.

3. Welche Betriebsvoraussetzungen müssen andere Geräte im Überwachungsnetzwerk bieten?

Die aufgenommenen Bilder einer Netzwerkkamera benötigen Speicherplatz, um für die spätere Auswertung aufbewahrt zu werden. Beinahe jedes stationäre und mobile Endgerät jüngerer Baujahre bietet diese Betriebsvoraussetzung. Wer im Netzwerk seiner IP-Kamera noch mit älteren Endgeräten arbeitet, kann deren Speicherkapazität sehr einfach mit geeigneten externen Speichern aufrüsten.

4. Sind Aufnahmen meiner IP-Kamera rechtlich verwertbar?

In einem Rechtsstreit gelten Aufnahmen einer Netzwerkkamera als zulässige Beweismittel. Sie werden beispielsweise nach Einbrüchen ausgewertet. Doch für die Verwertbarkeit sollte vor der Vorlage bei Ermittlern und Gerichten genau geprüft werden, inwieweit ausschließlich rechtlich zulässige Aufnahmen verwendet werden (siehe Frage Zwei). Genau wegen solcher Zweifel ist das Speichern von Überwachungsbildern empfehlenswert.

Diese können im Ernstfall von einem Rechtsbeistand sortiert werden, bevor die verwertbaren Fotos weitergereicht werden. Eine Aufzeichnung mit Datum und Uhrzeit ist Voraussetzung für die Verwertbarkeit.

Worauf beim Kauf einer Überwachungskamera zu achten ist

Die Auswahl an IP-Kamera Modellen ist groß. Viele bekannte wie weniger bekannte Marken bieten mittlerweile verschiedene Geräte an. Im Gegensatz zur simpleren Webcam sind IP-Kameras mit ihrer besseren Ausstattung zwar teurer und erst recht keine Gratisergänzung etwa zu neu angeschafften Computern. Allerdings sind viele Modelle mit 50 bis 100 Euro auch für Privatpersonen erschwinglich. Nach oben hin gibt es für richtige Profi-Modelle auch hier keine Grenzen.

Doch schon Modelle mit Preisen im zweistelligen Bereich lassen für den privaten Gebrauch kaum bis keine Wünsche offen. Musste man vor einigen Jahren für schwenkbare Kameras noch mindestens 100 Euro zahlen, sind solche Grundfunktionen jetzt schon für weniger Geld inklusive. Es hilft, sich vorher zu überlegen, wo die IP-Kamera eingesetzt werden soll und wie viel sie dementsprechend können muss.

Für eine Alarmfunktion sind Bewegungssensor und Nachtobjektiv sinnvoll. Möchte man die Kamera etwa im Garten anbringen, muss sie zudem wetterfest sein. Ebenso vielfältig ist das Zubehör: Dies reicht von der Stand- und Wandhalterung über Ersatz-Netzteil bis zum externen Infrarotscheinwerfer, und kann dementsprechend bei zwischen drei und 200 Euro liegen.

Neben den Anforderungen, die man an das Gerät stellt, sollte man auch kurz überprüfen, ob die eigenen Geräte wie der Computer die Systemvoraussetzungen für eine IP-Kamera erfüllen. Auch wenn selbst etwas ältere Rechner in den allermeisten Fällen genügend Arbeitsspeicher, Verbindungsgeschwindigkeit und Prozessorleistung aufweisen, sollte dies für die angedachte Anzahl eines WLAN-Kamera Modells kurz mit dessen Produktdaten abgeglichen werden. Sollen die Bilder archiviert werden, sollten außerdem mehrere hundert MB als Minimum an freiem Speicher zur Verfügung stehen.

überwachungskamera test

IP Kamera einsetzen – Fehler und Lösungen beim beweissicheren Einsatz

Vor Gericht zählen Aufzeichnungen von IP Kameras durchaus als Beweismittel. Aber für eine lückenlose, klare Aufnahme muss das installierte Gerät auch gut ausgestattet sein. Mit diesen folgenden neun Tipps lassen sich beim Kauf häufige Fehler vermeiden und Irrtümer über die Leistungsfähigkeit aufklären.

Fehler Eins: Zu großes Netzwerk mit gleichen Überwachungskameras

Die Händler bieten Netzwerkkameras unter anderem als Set mit bis zu 16 IP Kameras an. Doch in solchen Sets sind Bauform, Blickwinke, Schutzgrad oder Brennweite gleich. So ein identisches Überwachungsnetzwerk ist für Großobjekte wie Industriegelände oder Discounter geeignet. Privatpersonen verbessern häufig die Überwachungssituation nicht damit.

Lösung: Die Überwachungsbereiche werden nach den Einsatzbedingungen überprüft. Pro Wachpunkt wird eine Überwachungskamera mit den geeigneten Eigenschaften installiert. Daraus lässt sich effektiv ein viel besseres Netzwerk herstellen.

Fehler Zwei: WLAN-Kamera zur Beweissicherung

Überwachungskameras mit Funkübertragung oder WLAN erzeugen – anders als in der Werbung versprochen – keine störungsfreien Aufzeichnungen und klaren Bilder. Das liegt an der kurzen, störungsgeschützten Reichweite. Wände und WLAN Netze im Haus können die derzeit zehn Meter noch weiter verkürzen.

Lösung: Für Live-Übertragungen reicht die WLAN-Kamera aus. Für lückenlose Aufzeichnungen für Sicherheitsanwendungen sollten die IP Kameras besser verkabelt werden. Derzeit beste Ergebnisse erzielt HD-SDI als digitale Anschlusstechnik, ausreichend sind auch Netzwerkkameras mit analogem AHD Anschluss.

Fehler Drei: Schnäppchenkauf mit zu geringer Auflösung

Mindeststandard für klare Bilder sind derzeit wenigstens zwei Megapixel. Beworben werden zu Spottpreisen aber noch Vier- oder Achtersets von IP Kameras mit Rekorder und VGA Auflösung. Damit bleiben aufgezeichnete Ereignisse schemenhaft, Gesichter in vielen Fällen völlig unkenntlich.

Lösung: Gute IP Kameras mit HD Auflösung und mindestens zwei Megapixel sind inzwischen zu guten Preisen auf dem Markt. Sogar eine Nachtsichtfunktion ist bei neuesten Geräten schon zu finden. Sowohl als WLAN Kamera als auch mit Kabelanschluss gibt es seit wenigstens 2013 diese bessere Technik.

Fehler Vier: Wildkamera statt Überwachungskamera

Wildkameras werden Outdoor zur Außenüberwachung eingesetzt. Gemäß Ihrem Verwendungszweck haben sie ein langsames Auslöseverhalten. Bei Sicherheitsüberwachungen wäre das nicht präzise genug. Auch gibt es hier nur einen schmalen Aufnahmebereich, und nach wenigen Fotos geht die Wildkamera wieder in den Stand by Modus.

Lösung: Eine Outdoor IP-Kamera mit Nachtsichtfunktion steckt in einem gleich wetterfesten Gehäuse genau wie die Wildkamera. Sie liefert allerdings viel mehr Fotos ohne Risiko einer Leeraufnahme. Sie löst schnell aus und überwacht einen größeren Radius.

Fehler Fünf: Ungeeignete Bauform für den Zweck der Überwachungskamera

Für Decken, Wände und Nischen, für draußen und drinnen und für verdeckten oder offenen Einsatz muss die Bauform des Gehäuses stimmen. Optisch kann eine IP-Kamera ein Raumambiente verändern. Technisch schränkt die falsche Bauform die Ausrichtung, Nachtsicht und den Überwachungsradius ein.

Lösung: Gute Planung ist wichtig für ein optimales Ergebnis. Modelle mit Infrarot-Nachtsicht-LED brauchen nachts im Garten keine Zwangsbeleuchtung. Unauffällig und schön sind kleine Innen IP-Kameras in silberfarbenen oder weißen Gehäusen.

Fehler Sechs: Übertragung der Aufzeichnungen via Cloud oder Internet

Wer eine Überwachungskamera zu Beweiszwecken betreibt, sollte die Aufzeichnungen nicht in fremde Hände geben. Auch geht beim Upload viel von der Aufzeichnungsqualität selbst der besten WLAN-Kamera verloren. Weder können die übertragenen Videos lückenlos abgespielt noch für längere Zeit abgerufen werden. Durch den täglichen Wechsel der IP Adresse von Heimanschlüssen bleiben die Überwachungen zusätzlich unzuverlässig.

Lösung: Das Speichern mit Langzeitrekorder im eigenen Haus ist sicher, energieeffizient und störungsfrei. Schon sehr kleine Rekorder, für Fremde unsichtbar, leisten das Nötige dafür. Ein externer Speicher und ein eigens für die Überwachung verwendeter PC sind eine sinnvolle Ergänzung.

Fehler Sieben: Falscher Schutzgrad für den Einsatzort

Indoor IP-Kameras werden von Wind und Wetter bei Außenmontage sicher zerstört. Auch für Feuchträume im Innenbereich sind sie nicht geeignet. Auch bei Outdoor Modellen gibt es unterschiedliche Schutzgrade. Doch die Empfehlungen reichen situationsabhängig nicht immer aus.

Lösung: IP65 ist ein sehr hoher Schutzgrad. Eine Überwachungskamera mit dieser Bezeichnung sitzt in einem staubdichten und wasserabweisenden Gehäuse. Noch besser gegen Nässe sind WLAN-Kameras der Schutzklasse IP66 geschützt. Für den Indooreinsatz in Feuchträumen lohnt sich langfristig durchaus die Investition in eine IP65-Außenkamera.

Fehler Acht: Einsatz einer dreh- und steuerbaren WLAN-Kamera

Manche IP-Kameras bewegen sich motorisiert für die Überwachung im Radius. Jedoch verbessert das die lückenlose Bereichserfassung nicht. Vielmehr verschleißen die Modelle bei ständigem Einsatz viel schneller als starr montierte Überwachungskameras. Übrigens ist die Drehfunktion bei Einbruchsversuchen ein Nachteil: Der Eindringling kann die Bewegung verfolgen und sich somit aktiv außerhalb des Bildbereichs bewegen.

Lösung: Statt einer drehbaren Überwachungskamera sollte ein Netzwerk mehrerer starrer Einzelkameras geplant werden. Damit kann lückenlos der gesamte Wachbereich erfasst werden.

Fehler Neun: Überwachungskamera mit mangelhafter Nachtausleuchtung

30 LEDs lesen sich in der Herstellerbeschreibung gut, sind aber in der Praxis gerade einmal auf drei Meter Nachtsicht ausreichend. Besonders Artikelbeschreibungen mit einer „Reichweite über 80 Meter“ sind unglaubwürdig. Derzeit ist die beste Überwachungstechnik mit höchstens 30 Watt (das entspricht mehreren hundert Einzel-LEDs) für höchstens 80 Meter geeignet.

Lösung: Die gewünschte Entfernung zur Überwachung mit Nachtsicht sollte vor der geplanten Anschaffung geplant werden. Oft reichen 15 oder 30 Meter aus, vielleicht sogar 10 Meter. Aufzeichnungen können bei vielen Modellen online an Beispielvideos in ihrer Qualität eingeschätzt werden.

Fazit

Vor allem zu Sicherheitszwecken wird eine IP-Kamera gekauft. Doch die gewünschte lückenlose Überwachung ist nur mit der richtigen Technik und Montage möglich. Viele Fehler lassen sich durch smarte Modellauswahl vermeiden.

Mit den vielen Funktionen haben sich Netzwerkkameras sowohl für die professionelle als auch für die private Nutzung durchgesetzt, um Einrichtungen im Auge zu behalten. So eignet sich die IP Kamera auch zu Hause für mehrere Einsatzzwecke, draußen wie drinnen.