Dienstag , 31 Mai 2016

IP Kamera Test – Die Testsieger im Vergleich

IP-Kameras sind heutzutage stark verbreitet und finden auch in privaten Haushalten immer öfter Anwendung. Sie wird häufig auch Netzwerkkamera oder vereinzelt WLAN-Kamera genannt, da sie die aufgenommenen Bilder über einen Videostream an IP-Netze weitergibt.

Von diesen IP-Netzen aus können die Videos und Fotos mit Endgeräten wie einem PC oder Smartphone abgerufen werden. Somit hat man von überall aus auf die Bilder sowie auf die Steuerung des Geräts Zugang, so dass dieser Zugang dementsprechend geschützt sein sollte. Das macht die sogenannten Netzwerkkameras zu digitalen Überwachungskameras – im Englischen Closed Circuit Television (CCTV) genannt.

Aktuelle Modelle aus dem IP Kamera Test für das Jahr 2016:
 Instar
IN-6014HD
upCam
Cyclone HD
Instar
IN-5907HD
TriVision
H.264 HD
Infrarot Nachtsichtja, IR-LEDja, IR-LEDja, IR-LEDja, IR-LED
max. Auflösung1280x7201280x9601280x7201280×720
Geräuscherkennungjajajaja
Bildwiederholungsrate25fps30fps25fps30fps
WLAN
AnwendungsgebietInnenbereichInnenbereichAußenbereichInnenbereich
TesturteilSehr Gut (1,2)Sehr Gut (1,3)Gut (1,5)Gut (1,6)
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Der Testsieger: Instar IN-6014HD
Die IN-6014HD aus dem Hause Instar überzeugt durch eine hervorragende Aufnahmequalität und einsteigerfreundlich Bedienung. Des Weiteren bietet das Modell flexibel anpassbare Funktionen. Unser Testsieger! weiterlesen…

Platz 2: upCam Cyclone HD
Unseren zweiten Platz trennt nicht viel vom Testsieger. Die upCam Cyclone HD liefert super Videomaterial und besticht durch exzellente Benutzerfreundlichkeit. Die verschiedenen Funktionen und der ausgezeichnete Support sorgen für ein rundum gutes Ergebnis. weiterlesen…

Platz 3: Instar IN-5907HD Outdoor IP-Kamera
Unser Outdoor Testsieger überzeugt durch sehr gute Verarbeitungsqualität mit einem wetterfesten Aluminium Außengehäuse. Die Bildrate und die Bildqualität sind in dieser Preisklasse die absolute Referenz. weiterlesen…

Mit ihren Vorteilen haben IP-Kameras sich inzwischen in der Öffentlichkeit gegen analoge Überwachungskameras durchgesetzt. Aus ähnlichen Gründen greifen aber auch Privatpersonen immer öfter auf Netzwerkkameras zurück.

Die Vorteile einer IP Kamera im Test

Immer noch eignet sich die klassische Webkamera gut für die einfache Kommunikation zwischen Internet-Nutzern. Wer aber höhere Ansprüche hat, kann mit einer sogenannten WLAN-Kamera weitere Funktionen nutzen. IP-Kameras müssen nicht an einen Computer angeschlossen werden, sondern sie verschicken ihre Bilder eigenständig über ein Netzwerkgerät. Diese Bilder sind mit einmalig dafür eingerichteten Endgeräten überall abrufbar.

Dadurch kann eine Bild- oder Videoübertragung auch zeitgleich von mehreren Nutzern geöffnet werden. Ebenso ist es über jene Endgeräte möglich, aus der Ferne Einstellungen vorzunehmen, etwa die Software zu aktualisieren oder die Position des Geräts zu ändern. Hier muss mit bis zu einigen Sekunden Wartezeit gerechnet werden, ehe ein Befehl umgesetzt wird.

Aufgrund der immer weiter optimierten Netzwerkverbindungen und auch Komprimierungen liefern IP-Kameras heute gute Bilder bei angemessener Übertragungszeit.

So werden die Kameras installiert

Der erste Schritt für die Installation einer IP-Kamera ist, sie anzuschließen. In der Regel beginnt die schwenkbare Kamera bereits mit der Stromzufuhr damit, sich zu drehen und somit auszurichten. Was dann noch fehlt, ist die Verbindung zu einem IP-Netz über ein sich in der Nähe befindendes Netzwerkgerät. Üblicherweise ist das dafür erforderliche Ethernet-Kabel im Lieferumfang enthalten. Damit lässt sich der Ethernet-Port des Geräts mit der Ethernet-Buchse eines Netzwerkgerätes verbinden.

Ein Netzwerkgerät kann eine Computer-Netzwerkkarte, ein Modem, ein Switch oder ein Router, eine Kombination aus beidem, ein Hub oder Ähnliches sein. Nach dem Anschließen folgt das Einrichten. WLAN-Kameras lassen sich auf Endgeräten wahlweise per Webbrowser oder per Software einrichten und einstellen. So bleibt jedem selbst überlassen, ob er die Netzwerkkamera schnell in seinem Standardbrowser bedient oder sich zunächst eine Anwendung dafür installiert, die speziell darauf zugeschnitten ist.

ip kameras im test

Für das Anlegen von Benutzern empfiehlt es sich, zunächst im Browser die IP-Adresse der IP-Kamera einzugeben. Die zunächst eingestellte IP des Geräts befindet sich meistens auf einem Aufkleber auf der Kamera oder in den mitgelieferten Anweisungen. Anhand der IP-Adresse als URL gelangt man im Webbrowser zu einer überschaubaren Administrationsoberfläche, die gerade deswegen für das Einrichten am Anfang sinnvoll ist.

Hier kann ein Benutzerkonto angelegt werden, mit dem man später an Geräten wie einem PC auf das Gerät zugreift. Auch kann man hier festlegen, ob die IP-Adresse die voreingestellte bleibt oder sich ändert. Zum Beispiel kann eine Internetprotokoll-Adresse – als eine sich ab und an ändernde Nummernfolge – in eine sprechende Wunschadresse umgewandelt werden, die gleich bleibt und besser gemerkt werden kann.

Mit Endgeräten auf die Netzwerkkamera zugreifen

Diverse kostenlose Programme stehen für die weitere, bequemere Nutzung zur Verfügung. Weit verbreitet ist „IP Cam Viewer“. Es wird mit vielen Modellen direkt mitgeliefert und unterstützt über 1.500 verschiedene Varianten sowie alle traditionellen USB-Webkameras. Diese Freeware gibt es sowohl für PC-Betriebssysteme als auch für Android- und Apple-Geräte, so dass man auf dem Computer, dem Smartphone und dem Tablet dasselbe Programm installieren und benutzen kann, um auf das Gerät zuzugreifen. Die beiden wichtigsten Menüpunkte sind wohl die Anwendungseinstellungen („App Settings“) und die Kameraeinstellungen („Manage Cameras“).

ip kamera endgeraeteBei den Anwendungseinstellungen können grundsätzliche Dinge festgelegt werden – etwa wie viele Kameras pro Reihe maximal angezeigt werden sollen, ob man einen schwarzen Hintergrund haben möchte und wie oft er das Bild aktualisieren soll. Dahingegen werden bei den Kameraeinstellungen alle Kameras verbunden und verwaltet, die man besitzt beziehungsweise oder zu denen man einen Zugang hat. Fügt man über „Add Camera“ eine neue Kameraverbindung hinzu, sind für die IP-Kamera ein paar erforderliche Eckdaten einzugeben. Diese bestehen aus einem Wunschtitel für die Verwaltung (zum Beispiel „Kamera Garten links“), dem genauen Modell, das per Dropdown-Menü konkret ausgewählt werden kann, der IP samt Port sowie dem zuvor angelegten Benutzernamen und Passwort.

Optional können viele weitere Einstellungen für dieses eine Gerät vorgenommen werden, etwa dass die Bilder direkt gespiegelt angezeigt werden sollen oder dass der Ton automatisch angestellt ist, sobald man auf sie zugreift. All diese Einstellungen können natürlich zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt oder geändert werden.

Sind zumindest die Pflichtangaben gespeichert und die Kameraverbindung damit angelegt, erscheint über „Back“ auf der Startseite des Programms ein sich aktualisierendes Vorschaubild für jedes eingerichtete und aktivierte Gerät. Klickt man nun auf ein Vorschaubild, gelangt man zu einer größeren Bildanzeige und zu Einstellungsmöglichkeiten wie Ton, Position und vielem mehr. Hier empfiehlt es sich, bei den ersten Versuchen ein bisschen herumzuspielen und dabei das Verhalten des Bildes und der Netzwerkkamera zu beobachten.

Dann lernt man zum Beispiel, dass ein hängendes Vorschaubild oft schon damit behoben werden kann, dass man das Programm einmal verlässt und neu aufruft. Bei der recht einfachen Handhabung und intuitiven Menüführung hat man sich recht schnell in den „IP Cam Viewer“ oder entsprechende andere Programme eingearbeitet.

Die IP Kamera als Alarmanlage für zu Hause

Weitere Einstellungsmöglichkeiten machen IP-Kameras zu einer guten Alarmanlage für zu Hause. Beispielsweise kann eingestellt werden, dass eine Kamera nur dann Bilder überträgt, wenn sie Bewegung registriert. In einem solchen Fall kann sie eine E-Mail oder eine SMS verschicken, direkt mit einem Bild des sich bewegenden Objekts im Anhang. So kann man auch angeben, ob Einzelbilder oder Videos übertragen werden und ob die Netzwerkkamera in festen Ruhezeiten auch bei Bewegung nicht aktiviert werden soll, um Persönlichkeitsrechte nicht zu verletzen.

So kann man im Urlaub oder vom Büro aus nach dem Rechten sehen, Haustiere beobachten, unerwünschte Nagetiere aufspüren oder im schlimmsten Fall eines Einbruches benachrichtigt werden und Beweis- oder Fahndungsmaterial archivieren. Weil eine WLAN-Kamera ans Netzwerk angeschlossen ist und über das Internet externe Zugriffe ermöglicht, sind gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Programme, in denen die Verbindung zur Kamera eingerichtet ist, können mit einem extra Passwort geschützt werden.

Benutzerkonten müssen nicht alle dem Typ Administrator zugeordnet werden, sondern können weniger Rechte zugeteilt bekommen. Die Bilderübertragung sollte SSL-verschlüsselt erfolgen. Wird das Gerät gerade nicht gebraucht, ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und die Stromversorgung zu unterbrechen.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Die Auswahl an Kamera-Modellen ist groß. Viele bekannte wie weniger bekannte Marken bieten mittlerweile verschiedene Geräte an. Im Gegensatz zur simpleren Webcam sind IP-Kameras mit ihrer besseren Ausstattung zwar teurer und erst recht keine Gratisergänzung etwa zu neu angeschafften Computern. Allerdings sind viele Modelle mit 50 bis 100 Euro auch für Privatpersonen erschwinglich. Nach oben hin gibt es für richtige Profi-Modelle auch hier keine Grenzen.

Doch schon Modelle mit Preisen im zweistelligen Bereich lassen für den privaten Gebrauch kaum bis keine Wünsche offen. Musste man vor einigen Jahren für schwenkbare Kameras noch mindestens 100 Euro zahlen, sind solche Grundfunktionen jetzt schon für weniger Geld inklusive. Es hilft, sich vorher zu überlegen, wo die IP-Kamera eingesetzt werden soll und wie viel sie dementsprechend können muss.

Für eine Alarmfunktion sind Bewegungssensor und Nachtobjektiv sinnvoll. Möchte man die Kamera etwa im Garten anbringen, muss sie zudem wetterfest sein. Ebenso vielfältig ist das Zubehör: Dies reicht von der Stand- und Wandhalterung über Ersatz-Netzteil bis zum externen Infrarotscheinwerfer, und kann dementsprechend bei zwischen drei und 200 Euro liegen.

Neben den Anforderungen, die man an das Gerät stellt, sollte man auch kurz überprüfen, ob die eigenen Geräte wie der Computer die Systemvoraussetzungen für eine Netwerkkamera erfüllen. Auch wenn selbst etwas ältere Rechner in den allermeisten Fällen genügend Arbeitsspeicher, Verbindungsgeschwindigkeit und Prozessorleistung aufweisen, sollte dies für die angedachte Anzahl eines Kamera-Modells kurz mit dessen Produktdaten abgeglichen werden. Sollen die Bilder archiviert werden, sollten außerdem mehrere hundert MB als Minimum an freiem Speicher zur Verfügung stehen.

Mit den vielen Funktionen haben sich Netzwerkkameras sowohl für die professionelle als auch für die private Nutzung durchgesetzt, um Einrichtungen im Auge zu behalten. So eignet sich die IP Kamera auch zu Hause für mehrere Einsatzzwecke, draußen wie drinnen.